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Christie beleuchtet CR7 Unterwäsche

Christie und New Media veranstalten spektakuläre Guerilla-Marketing-Aktion: synchrones Projection Mapping an Gebäuden

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New Media

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Roadster HD20K-J

Christie beleuchtet CR7 Unterwäsche

Im August 2014 prangte ein gigantisches Bild von Cristiano Ronaldo in attraktiver Unterwäsche und mit atemberaubendem Six-Pack auf Gebäudefassaden an besonders exponierten Stellen in sieben Weltstädten (Madrid, London, New York, Berlin, Paris, Mailand und Lissabon). Die Guerilla-Marketing-Aktion wurde von MC Saatchi London organisiert, um für die zweite Underwear-Kollektion von CR7 zu werben, der Marke des portugiesischen Fußballstars. Das anspruchsvolle Projection-Mapping-Projekt wurde durch den Einsatz von Roadster HD20K-J Christie Projektoren ermöglicht.

New Media Creative Technology Studio und zwei weitere Unternehmen erhielten den Auftrag zur Durchführung der Aktion in Europa, während eine US-Firma mit New York beauftragt wurde. Laut Konzept sollte eine regelrechte Guerilla-Aktion in allen Städten gleichzeitig durchgeführt werden – mit Ausnahme von New York, wo die Aktion aufgrund der Zeitverschiebung sieben Stunden später stattfand.

Diego de Anna, CEO von New Media über die Kampagne: „Wir fuhren direkt mit einem Kamerawagen vor, der bereits mit den Projektoren ausgestattet war – ein Kleintransporter, ganz wie bei echten Filmproduktionen. Und während wir eine Sequenz von sieben statischen Bildern projizierten, nahm ein Fotograf die Aktion auf. Grob gesagt bestand die Idee darin, Fassaden, die nie zuvor für Projektionen verwendet wurden, heimlich für unser Vorhaben zu verwenden...”

Das Team im Kamerawagen bestand aus einem Fahrer, einem Projektionisten, einem Experten für Echtzeit-Datenverarbeitung, einem Server- und Softwareoperator, einem Sicherheitsbeauftragten, einem Produktionsleiter, einem Fotografen und einem Mitarbeiter der Londoner Agentur.

Die Produktionsvorbereitung, z. B. die logistische und strategische Planung, nahm einige Tage in Anspruch – insbesondere, da für die Aktion keine offizielle Genehmigung eingeholt wurde. „Das ganze Team musste also eng zusammenarbeiten. Wir mussten besonders koordiniert und diszipliniert vorgehen. Jeder von uns wusste genau, was zu tun war. Um die Aktion erfolgreich und sicher durchzuführen war es unerlässlich, dass jeder seine Aufgabe korrekt erfüllte“, erklärte Diego de Anna.

Der CEO von New Media gab einige Details preis: „Der Produktionsleiter war bereits ein paar Minuten vor dem restlichen Team am Projektionsort, um uns in Echtzeit über eventuelles Sicherheitspersonal in der Umgebung zu informieren, das die Aktion stören könnte. Wenn die Luft rein war, tauchten wir mit dem Kamerawagen auf und begannen mit der Projektion der Bilder, die uns die Agentur bereitgestellt hatte. Dabei musste eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden.“

Jedes Bild wurde dann vom Fotografen aufgenommen und per Streaming in Echtzeit zunächst zur Genehmigung an die Zentrale der Agentur in London und danach auf das nächste Gebäude übertragen.

Zu den ausgewählten Gebäuden zählten z. B. eine Fassade auf dem Praça do Comércio in Lissabon, der Arco della Pace in Mailand, ein Gebäude neben der Waterloo Station in London, der Bahnhof Atocha in Madrid und das Bowery in New York.

Um die Bilder aus dem Kamerawagen heraus zu projizieren, kamen zwei Roadster HD20K-J Christie Projektoren (3DLP, 20.000 Lumen, HD-Auflösung) im Tandem zum Einsatz. Leistungsstarke Blending-Technologie sorgte dabei für maximale Helligkeit. Dies war erforderlich, da die Lichtverschmutzung an einigen Orten sehr hoch war. Darüber hinaus variierten die Projektionsabstände zwischen 74 und 117 Metern.

Vereinzelt musste die Auflösung von 1920x1080 leicht reduziert werden, um sich den geometrischen Voraussetzungen anzupassen. In allen Fällen wurden aber mindestens HD-Auflösungen erzielt. Die Abmessungen der Projektionsflächen waren natürlich vom jeweiligen Gebäude abhängig. Die Steuerungssoftware von New Media verzeichnete jedoch eine Basislänge von mindestens 19 Metern.

Dem Team standen nur sieben Minuten pro Gebäude zur Verfügung. In dieser knapp bemessenen Zeit mussten die Bilder korrekt dargestellt werden. New Media bereitete daher eine Reihe von Elementen vor, um korrekte Abmessungen, eine richtige Objektivauswahl und eine Verzerrungskorrektur in Echtzeit sicherzustellen.

Zu diesen Elementen gehörten ein Disto-3D-Lasermesser und ein Arduino-Board zur Datenübertragung, das unter Verwendung benutzerdefinierter Software die Projektionsdistanz berechnete und die korrekte Objektivauswahl traf. Mit einer DSLR-Kamera wurde das jeweilige Gebäude fotografiert. Danach wurden die Daten an die Software zur Berechnung der trapezförmigen Verzerrung übertragen.

Die Verzerrungsdaten wurden durch Projektion eines Kalibrierungsgitters ermittelt und über ein Gigabit-Ethernet an die Projektionssoftware gesendet, die die Blending- und Warping-Einstellungen in weniger als zwei Minuten anpasste. Die einzige manuelle Anpassung vor der Projektion bestand in der Fokussierung jedes Projektors.

Die Bildsteuerung erfolgte über eine VDMX-Software und ein MIDI-Bedienpult. „Wir verwenden VDMX VJ-Software, weil wir damit Signale via Syphon an den Videoserver (ein Mac Pro mit drei 4K-Ausgabegeräten) senden können. Erforderliche Helligkeits-oder Farbanpassungen sind damit in Echtzeit möglich.”

New Media und die anderen beteiligten Unternehmen mussten im Voraus die geplante Ausstattung angeben. Um Risiken zu vermeiden, nutzten alle dasselbe Equipment: „Es gab keine Zeit, um zu improvisieren oder eine so umfangreiche Aktion mit einer Ausstattung durchzuführen, die aus unserer Sicht nicht hundertprozentig zuverlässig war“, argumentierte Diego de Anna.

Die größte Sorge des Teams bestand darin, dass nicht genügend Zeit war, um die Projektoren abkühlen zu lassen, bevor sie ordnungsgemäß abgeschaltet und zum nächsten Ort transportiert werden konnten. Dabei war zu beachten, dass das Team mit einem Transporter unterwegs war. Beim möglichen Bruch der Xenonlampen wäre die gesamte Aktion dramatisch verzögert worden. „Tatsächlich funktionierte die Ausstattung unter diesen Extrembedingungen jedoch einwandfrei“, so Diego de Anna.

Er fügte hinzu: „Ich arbeite seit über 10 Jahren mit Christie-Projektoren und kann mit Sicherheit sagen, dass sie einfach die besten sind. Ich habe selten so leistungsstarke und qualitativ hochwertige Produkte gesehen.“

Laut de Anna bestand die größte Herausforderung darin, dem Sicherheitspersonal auszuweichen, das in der Regel versucht, derartige Aktionen zu verhindern: „Bei all der Koordination, Logistik und den Risiken, erinnerte unser Vorhaben manchmal eher an die Planung eines Banküberfalls als an ein Mapping-Projekt“, scherzte er.

„Hinsichtlich der Hardware gab es keinerlei Bedenken, denn wir wussten, dass unsere Ausstattung absolut zuverlässig und praxiserprobt war. Bei den knapp bemessenen Produktionszeiten wäre die Durchführung einer derart erfolgreichen Guerilla-Aktion unmöglich gewesen, wenn uns nicht so ein vielseitiges System zur Verfügung gestanden hätte.“

„Alle Teammitglieder waren äußerst erfahren und qualifiziert. Wir leisteten ausgezeichnete Teamarbeit, insbesondere unter extremen Druck. So arbeiten wir am liebsten und erzielen die besten Ergebnisse“, erklärte er abschließend.

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