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HMS Collingwood und Christie

Royal Navy rüstet seine beiden wichtigsten Schiffsbrückensimulatoren mit Christie-Projektoren aus.

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Christie DS+6K-M

HMS Collingwood jetzt mit christie 3DLP ausgestattet

Nach langjährigem, erfolgreichen Erfahrungen mit Projektoren von Christie entschied sich die Royal Navy bei der Modernisierung zweier Schiffsbrückensimulatoren wieder für diese Marke.

HMS Collingwood, die größte Trainingseinrichtung der Royal Navy, hat die zweite Generation von Christie-Projektoren angeschafft. Sie sind Bestandteil zweier Brückensimulatoren an der Maritime Warfare School (MWS) und bei Surface Stream in Fareham, Hants – wobei die bewährte Zuverlässigkeit der Projektoren von Christie den Ausschlag gab. Da HMS Collingwood mit über 90 % Kapazität arbeitet – von 8:00 Uhr morgens bis 23:00 abends, fünf Tage pro Woche, laufen eindrucksvolle 2.500 Projektorstunden pro Jahr auf. Deshalb war es wichtig, dass der ausgewählte Projektor dieser harten Arbeitsbelastung standhält.

Mit der Entscheidung wird die Zusammenarbeit fortgesetzt, die schon knapp ein Jahrzehnt besteht. Es war im Jahr 2005, als der Wechsel von LCD auf eine Christie Matrix 3000 DLP-Plattform erfolgte. Ein Hauptfaktor für diese Entscheidung wurde durch den Umbau der technologischen Basis bedingt: Statt extrem teurer maßgefertigter Supercomputer kamen PC-Cluster zum Einsatz. Dieser Richtungswechsel bei den Simulatoranwendungen erforderte schon bald weitere Entscheidungen.

Doch nach zehn Jahren robustem Betrieb war es an der Zeit, diese Geräte zugunsten der aktuellen M Series 3DLP-Technologie in Form des DS+6K-M SXGA+-Projektors auszumustern. Das Upgrade bringt viele Leistungsvorteile mit sich wie eine duale Lampenkonfiguration und integrierte Verzerrung, Überblendung und Farbanpassung, von denen die Anwendung profitiert.

Aus Sicht von David Goddard, Bridge Simulator Manager, war es logisch, weiterhin mit der Marke zu arbeiten, die bisher so zuverlässig ihren Dienst getan hat. Außerdem wurde die Zusammenarbeit mit dem Systemintegrator Saville Audio Visual fortgesetzt, der die Umgebung sehr gut kennt.

"Uns war klar, dass wir damit eine Option mit geringem Risiko wählen", erklärte er. "Der Supportaspekt war wichtig. Wir wussten aber aus Erfahrung, dass die Christie-Projektoren extrem zuverlässig sind. Außerdem war die Vorstellung beruhigend, mit einem Installationsteam zu arbeiten, dass das System kennt."

Ein 270°-Blick auf der Brücke, der Tag und Nacht umspannt

In der Einrichtung bei HMS Collingwood wird in einer ganzen Reihe von Disziplinen ausgebildet. Dabei werden unterschiedliche Fahrzeuge simuliert. Damit Missionen realistisch abgebildet werden können und ein nahtloser Übergang von operativen Szenarien bei Tag und Nacht möglich ist, sind zwei identische Simulatoren notwendig. Diese Szenarien werden auf neun Leinwände projiziert, die um eine zylinderförmige Wand angeordnet sind. Trainingsteilnehmer erhalten so auf der Brücke ein horizontales Sichtfeld von 270° (9 x 30°), wobei jeder Kanal etwa ein Blickfeld von 34° bietet, was ein Überlappen ermöglicht. Die Missionsbrücken werden durch vier Radar-Navigationsräume unterstützt (Navigations- und Trainingsbereiche für Teilaufgaben) sowie einen zentralen Kontrollraum.

Es wurde empfohlen, auf die 3DLP-Plattform von Christie zu wechseln. Nach einer erfolgreichen Ausschreibung spezifizierte Saville Audio Visual entsprechend zwanzig Christie DS+6K-M-Projektoren – neun auf jeder Brücke, zwei als Reserve. Gleichzeitig wurde die Verkabelungsinfrastruktur auf DVI-Faser modernisiert, die Verbindung der 64 PC-Workstations von seriell auf USB aktualisiert. Das Projektmanagement lag in den Händen von Softbox (SBL), einem Partner von Saville.

Der DS+6K-M SXGA+-Projektor hat eine Ausgangsleistung von 6930 Center Lumen. Es ist entscheidend, dass er nicht nur integrierte Funktionen gegen Verdrehen und Verzerren besitzt, die über Faser von den ZOTAC GeForce-Grafikkarten eingespeist werden, sondern auch Christie MotoBlend. Das motorisierte Überblendungssystem wurde speziell für die Optimierung von entwickelt sowie für Anwendungen mit dunklen Szenen.

MotoBlend passt Neutralfilter an das Verzerrungsprofil an, nachdem die Geometriekorrektur stattgefunden hat. So kann jeder der neun Kanäle zu nächtlichen Szenen überblenden – was ein gleichmäßiges Schwarzniveau und den bestmöglichen Systemkontrast ermöglicht.

Damit weder Kompromisse noch Kompensation erforderlich sind, wird eine elektronische Überblendung für Manöver bei Tageslicht verwendet. Der Bildgenerator schickt dabei bei einem bestimmten Dämmerungsgrad ein Kontrollsignal an MotoBlend. Danach wird dann ausschließlich optische Überblendung verwendet.

Nach Ansicht von David Goddard ist die Möglichkeit zur manuellen Einstellung der Blende ein riesiger Vorteil wenn es darum geht, den Kontrast noch weiter zu steigern. "Was die Dunkelheit angeht, haben wir einen besseren Verlauf und eine breitere Palette an Auswahlmöglichkeiten", bestätigt er, "und die Filter kommen ins Spiel, wenn man in den Nachtmodus wechselt."

Heller, schärfer und noch weniger Potenzial für Systemversagen

Eine weitere Überlegung bestand in dem engen Zeitplan, in dem die Integration umgesetzt werden musste. Die Einrichtung hatte in Erwägung gezogen, ihre Inhalte mit höherer Auflösung zu betreiben. Das hätte allerdings erfordert, das Ausgangssignal des Simulators zu erweitern. "Das hätte uns so oder so nur 70 bis 80 Pixel mehr an der Seite und unten gebracht. Darum kamen wir zu dem Schluss, dass es das Risiko nicht wert wäre, wenn es die Genauigkeit des Peilkompasses beeinträchtigen kann", fasst David Goddard zusammen.

Diese Entscheidung, so sagt er, habe sich ganz und gar bestätigt. "Wir konnten sofort erkennen, dass die Projektoren heller und viel schärfer waren. Weil die Leinwände hellgrau und nicht weiß sind, gibt uns das eine verbesserte Schärfentiefe und einen besseren, 3D-ähnlichen Effekt – denn es kann sehr schwer sein, Entfernungen in einem Simulator genau einzuschätzen."

Beim HMS Collingwood stehen 21 Schiffsmodelle zur Verfügung, die als "Ownship" (das Schiff, das vom Schüler auf der Brücke gesteuert wird, oder vom Radarnavigationsraum) verwendet und in einer von neun geografischen Gegenden betrieben werden können. Diese Ownship-Modelle, die eine High-Fidelity-Abbildung der replizierten Schiffe darstellen, ermöglichen HMS Collingwood, Trainings in fast jeder Klasse durchzuführen, die von der Royal Navy genutzt wird. Die Größe reicht von Schiffen mit Minenjagdsystemen bis zu Flugzeugträgern. Mit dabei sind aufgetauchte U-Boote und Hilfstruppen (Tanker, Lager- und Logistikschiffe), die von der zivil bemannten Royal Fleet Auxiliary betriebenen werden.

In den Simulatoren selbst werden zwei Arten von Trainings durchgeführt. Etwa 65 % der Nutzung erfolgt durch Kurse der Navigation Training Unit der Maritime Warfare School und wird von Lehrkräften der Training Unit unterrichtet und beaufsichtigt. Das Training reicht von relativ einfachen Übungen für Jungoffiziere, die am Anfang ihres Wachdienstes auf einer Brücke stehen, bis zu anspruchsvollerem Lotsendiensttraining für Schüler, die als Navigationsoffizier auf einem Schiff dienen werden, oder gar komplexen Formationen aus mehreren Schiffen.

Kommandanten, die bald an Bord ihres Schiffes gehen, können vor Antritt des Dienstes auf See den Umgang mit ihrem Schiff proben und damit schon vor dem ersten Auslaufen Sicherheit und Erfahrung gewinnen.

Die zweite Art von Trainings besteht aus Brückenmannschaften von Schiffen, die eine Auffrischungsausbildung wünschen, damit gewährleistet ist, dass ihre Verfahren und der Drill den Flottenstandards entsprechen.

Das Timing des Projektorupgrades wurde auch durch die Tatsache beeinflusst, dass die Royal Navy vor kurzem 30 weitere "Verkehrsschiffe" in Betrieb genommen hat. "Das hat dem Simulator eine Auffrischung verpasst, die die Systemnutzer sehr schätzen. Die zusätzliche Vibration sorgt für noch mehr Realismus und steigert damit die Qualität des Trainings", fährt David Goddard fort.

Dieses Mehr an Bewegung auf der Brücke verdeutlicht einen weiteren Vorteil des DS+6K-M. "Zwar hatte der Matrix 3000 integrierte Funktionen wie Farbkreise, aber das Fehlen von sich bewegenden Teilen in den neuen Projektoren verringert mögliche Fehlerquellen", erklärt David Goddard. Das ist entscheidend, denn da die Projektoren hoch im Gerüst montiert sind, ist ein Service vor Ort nicht leicht zu bewerkstelligen.

Dank der Unterstützung des Leitenden Kundensupporttechnikers von Christie, Pal Roppa, der dem Saville AV-Team zur Seite stand und die Kalibrierung sowie Überblendung und Verzerrungsgenauigkeit beaufsichtigt hat, war die Installation ein voller Erfolg.

In Summe, so David Goddard, sei er sehr zufrieden mit der Integration: "Die Transformation lief reibungslos und es gab keinerlei Probleme mit den Projektoren", fasst er zusammen.

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