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Ton + Bild Medientechnik GmbH

Austria

Museums & science centers, Giant screens & planetariums

Christie Mirage 304K​

Kulturgeschichtliche Meisterwerke in 8K

Als das Ars Electronica Center (AEC) 1996 zum ersten Mal eröffnet wurde, standen Anspruch und Programm bereits fest: Das "Museum der Zukunft" setzt auf Interaktion und Partizipation und will eine Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft schlagen, Atelier und Versuchslabor gleichermaßen sein. Nach einer ersten umfassenden Modernisierung und Erweiterung im Rahmen der Vorbereitungen auf das Linzer Kulturhauptstadtjahr 2009 erfuhr das Herzstück des Hauses, der "Deep Space", kürzlich eine weitere komplette Runderneuerung.

Ziel der Modernisierung war es, die bereits existierenden, jeweils 16 mal 9 Meter umfassenden Wand- und Bodenprojektionen auf ein neues Level zu heben und die 3D-Visualisierung der gezeigten Exponate in einer Auflösung von 8K (8.192 × 4.320 Pixel) mit einer Bildrate von 120 Hz und in Stereo-3D für den Besucher erlebbar zu machen - eine absolute Weltneuheit.

In verschiedenen Erlebniswelten taucht der Besucher in spektakuläre 3D-Simulationen ein, die ihn unter anderem zu kulturellen Stätten weltweit reisen lassen: von der antiken Maya-Stadt Tikal in Guatemala bis hin zu "Rome's Invisible City". Hierfür arbeitet Ars Electronica mit verschiedenen Organisationen zusammen, darunter die BBC, oder CyArk, ein Unternehmen, das diese kulturgeschichtlichen Stätten mittels modernster 3D-Laserscan-Technologie dokumentiert. Durch die Modernisierung hin zur 8K Auflösung, können 3D-Abbildungen jetzt noch detailreicher und präziser dargestellt werden. Zudem sind auch drei Scans des von der schottischen Regierung geförderten Projekts "Scottish Ten" in einer Weltpremiere in Linz zu sehen. Ziel des Projekts ist es, von der UNESCO ausgezeichnete Stätten des Weltkulturerbes zum Zwecke der Dokumentation zu scannen.

Andreas Bauer, Head of Ars Electronica Center erklärt: "Bei uns bewegt sich der Besucher mittendrin. Der Sehabstand zum Bild ist sehr klein und nicht mit einer normalen Projektion wie etwa im Kino zu vergleichen. Dadurch fallen größere Pixelabstände sehr viel mehr auf." Da sei es nur die logische Konsequenz gewesen, nicht einfach nur die Projektoren auszutauschen, sondern die einzusetzende Technik mit 8K an das aktuell mögliche Limit zu bringen.

Für die medientechnische Planung, Lieferung und Installation der Geräte arbeitete man mit dem langjährigen Christie-Partner Ton+Bild Medientechnik GmbH aus Traunkirchen zusammen. "Durch unsere bisherige Zusammenarbeit für temporäre Installationen, kennen wir das Ars Electronica Center schon sehr gut und wussten um die räumlichen Begebenheiten und die Einzigartigkeit der Erlebniswelt des Deep Space. Daher konnten wir mit relativ kurzer Vorlaufzeit für Projektplanung und Produktentscheidung agieren", so Robert Cicek, Geschäftsführer von Ton+Bild.

Bei den Projektoren fiel die Entscheidung auf acht Christie Mirage 304K 3DLP Projektoren. "Für diese spezielle Installation, sollten die Projektoren 3Dfähig sein, lichtleistungsstark und eine 4K Auflösung bieten. Außerdem sollte eine gewisse Sicherheit geboten werden, da in dem Raum kontinuierlich Publikumsverkehr herrscht und Präsentationen stattfinden. Faktoren, die aktuell nur diese Projektoren bieten." Für die 3D-Stereoprojektion sei es zudem besonders wichtig gewesen, dass der Projektor mithilfe der Christie TruLife® Elektronik 120 Hz wiedergeben kann: "Bei einer 3D-Stereoprojektion müssen die Bilder für jedes Auge mit extrem hoher Geschwindigkeit wiederholt werden, damit eine homogene Bildqualität mit satten Farben und herausragender Bildschärfe entsteht. Bei dem geringen Abstand zwischen Betrachter und projizierter Fläche, ist dies umso wichtiger", erklärt Robert Cicek. Ausgestattet wurden die Projektoren mit Short-Throw-Objektiven (0,9:1) mit Festbrennweite.

Neben den technologischen Besonderheiten beeinflussten auch die Betriebssicherheit die Entscheidung zugunsten des Christie Mirage 304K. Das 6-Lampensystem des Mirage 304K gewährt die gewünschte Sicherheit, da im Falle eines Lampenausfalls, trotzdem weiter gespielt werden kann. "Die Projektoren sind bei uns im normalen Betrieb stundenlang konstant im Einsatz, daher benötigten wir Geräte, die für den Dauerbetrieb konzipiert sind, über eine hohe Energieeffizienz verfügen und relativ wenig Wartung benötigen. Auch die Kompaktheit des Projektors und der relativ geräuscharme Betrieb kamen uns sehr entgegen, da die technische Ausstattung nicht den gezeigten Inhalten die Show stehlen, sondern dezent im Hintergrund bleiben soll", so Andreas Bauer.

Für die neue 8K-Erlebniswelt des Deep Space wurde nicht nur die Hardware erneuert, auch die Inhalte und die zugrunde liegende Software wurden für die Neueröffnung komplett überarbeitet. "Da bisher nur wenige Anwendungen und Videos für eine Auflösung von 8K konzipiert wurden, haben wir in unserem Futurelab eigene Inhalte produziert, die wir für unsere Zwecke entsprechend aufbereitet haben, um sie an die hochauflösenden Bilderwelten anzupassen", erläutert Horst Hörtner, Senior Director vom Ars Electronica Futurelab.

Zur Visualisierung der neuen Punktewolken für 8K entwickelte das Futurelab einen verbesserten Point-Cloud-Renderer, um die Inhalte noch greifbarer und realistischer für den Besucher wirken zu lassen. "In Kombination mit der leistungsfähigen Hardware und der neu entwickelten Software erreichen wir eine unerreichte Dichte der Punkte, die gar nicht mehr als einzelne Punkte wahrgenommen werden." Durch die Implementierung verschiedener Algorithmen und Techniken sei es außerdem möglich, die Inhalte in Echtzeit mit 120 Hz und in hoher Auflösung darzustellen. Zudem seien zusätzliche Features wie virtuelle Kamerafahrten und auch die Navigation innerhalb der visualisierten Objekte mithilfe der neuen Technik deutlich vereinfacht worden.

"Wir freuen uns sehr, mit der ersten Installation des Christie Mirage 304K in Österreich zu einem solch besonderen Projekt beigetragen zu haben," so Robert Cicek. Auch Andreas Bauer und das Team von Ars Electronica zeigen sich von der Modernisierung begeistert: "Es ist gelungen, die Einzigartigkeit des Deep Space auf ein neues, bisher unerreichtes Level anzuheben. Mit der neuen Hard- und Software können wir den Besuchern ein immersives Erlebnis bieten und ihn mit auf eine Reise in völlig neue Welten nehmen".

Bei seiner feierlichen Eröffnung im August 2015 zogen die detailreichen 3D-Visualisierungen des Deep Space zahlreiche Besucher an. Das "Museum der Zukunft" hat einmal mehr bewiesen, dass es seinen Titel zu recht trägt.

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