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L'auto di domani nella realtà virtuale

Continental simuliert in einer 3D-Präsentation seine HMI-Konzepte auf dem Weg zum automatisierten Fahren

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3Dims GmbH

Germany

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Christie Boxer 4K30

Im virtuellen Cockpit auf der IAA

Die "Internationale Automobil-Ausstellung" (IAA) in Frankfurt, eine der weltweit größten und bedeutendsten Automobilfachmessen stand in diesem Jahr unter der Devise "Mobilität verbindet". Der Veranstalter wollte so dem stark wachsenden Trend hin zum vernetzten und automatisierten Fahren Rechnung tragen, der mit dem Aufkommen des Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), d. h. der Entwicklung "intelligenter" Technologien für Gegenstände des täglichen Lebens, einhergeht. Die Automotive Group der Continental AG hat dies zum Anlass genommen, auf ihrem Stand unter dem Motto "The Future in Motion" in einer interaktiven 3D-Präsentation, dem "Virtual Cockpit Demonstrator", ihre Vision des Cockpits der Zukunft vorzustellen.

Bereits seit Jahren stellt das Unternehmen die aktuellen Schwerpunkte der Branche rund um die Schlagworte Vernetzung, Sicherheit und Effizienz bei der Entwicklung seiner innovativen Technologien in den Vordergrund. So entstanden serienreife Bausteine, die klare Wegbereiter für das vernetzte und automatische Fahren der Zukunft sind. Mithilfe modernster Tracking-Technologien konnten die Besucher auf der Messe die neuen Fahrerassistenz-Systeme hautnah erleben und verschiedene VR-Simulationsszenarien der Human-Machine-Interaktions (HMI)- und Holistic-Connectivity-Konzepte selbst durchspielen.

Bei der VR-Demonstration standen den Usern drei Personas zur Auswahl: Der Geschäftsmann aus Südkorea, die US-Studentin oder die Familie mit zwei Kindern. Je nach Auswahl wurde das Cockpit entsprechend auf das adäquate Fahrzeugmodell angepasst und dem User so das Gefühl vermittelt, dass er sich direkt im Inneren des Wagens befindet. Für die Vision des "Innovation Car", das voll vernetzte Auto von morgen, stehen schon heute viele Technologien bereit. Die Demonstration zeigte eindrucksvoll, wie sich die intelligenten Systeme den individuellen Anforderungen des Fahrers anpassen und etwa Sitzeinstellungen, Temperatur oder Lieblings-Radiosender automatisch einstellen.
In verschiedenen Use-Cases wurden dann auch weitere Lösungen wie Sicherheitskonzepte aufgezeigt. So warnt etwa eine Lichtanimation den Fahrer bei Ablenkung vor gefährlichen Verkehssituationen.

Für das komplexe Konzept wurden unter anderem zwei Christie Boxer 4K30 in einer Tandem-Anordnung mit Vorsatzfiltern für die Visualisierung der 3D-Passiv-Stereo-Projektion eingesetzt. Für die Entwicklung der Echtzeit-3D-Anwendung verwendete das Team der Milano Medien GmbH die Software "Unity 3D". Die Zuspielung des 3D-Contents auf die 3,40 m breite und 2,25 m hohe Bildwand erfolgte mithilfe zweier PCs als Playout-Server, die jeweils mit vier Hochleistungs-Grafikkarten ausgerüstet waren.

Interaktiv wurde die Simulation durch ein markerbasiertes Tracking-System mit vier TRACKPACK/E Kameras der Firma ART. Ein Hauptuser konnte so mithilfe einer getrackten Brille in die VR-Simulation eintauchen; die Steuerung erfolgte mit einem drahtlosen Flystick 3, wobei drahtlose Datenübertragung an den TRACKPACK-Controller durch ein USB-Funkgerät im ISM-Band gewährleistet wurde. Ausgestattet mit einfachen Einwegbrillen, konnten auch alle anderen Besucher des Standes, das 3D Geschehen auf der Bildwand verfolgen.

Konzeptioniert wurde das gesamte Projekt von der Milano Medien GmbH, einem Produktionshaus für Multimedia und Design; die Lieferung und Installation des Equipments inklusive der Polarisation erhaltenden Bildwand übernahm der Christie-Partner und Spezialist für 3D-Virtual-Reality-Lösungen, die 3Dims GmbH. Die Projektoren selber lieferte die Firma VELTEN GmbH.

"Obwohl wir mit einer Standard-Rückprojektion arbeiteten, die für sich genommen keine besondere Schwierigkeit ist, gab es bei der Realisierung dieser 3D-Anwendung viele potentielle Stolpersteine zu beachten," erklärt Alexander Gräf, IT-Entwicklungsleiter bei der Milano Medien GmbH. So gab es nur begrenzten Raum auf dem Messestand für die technische Ausrüstung: "Wir benötigten Projektoren, die klein und kompakt sind und sich leicht transportieren lassen, darüber hinaus aber eine 4K Auflösung und starke Lichtleistung bieten," so Gräf.

Da es sich um keinen vollständig geschlossenen Raum handelte, sei auch die Lautstärke des Projektors ein Thema gewesen: "Wir wussten, dass wir zwingend ein Gerät mit einer Lichtausbeute von 30.000 Lumen benötigen, um in der hellen Umgebung des Messestands ein optimales Bild zu gewährleisten. Im Normalfall sind diese Geräte recht laut, daher haben wir uns für den Christie Boxer 4K30 entschieden, der für seine Leistungsfähigkeit einen sehr geräuscharmen Betrieb gewährleistet." Zudem sei die geringe Hitzeentwicklung ein Plus gewesen: "Die Möglichkeiten, ein geeignetes Kühlsystem für die Projektoren auf einem Messestand einzurichten, waren sehr eingeschränkt. Wir haben mit einem Frischluft-Kühlsystem gearbeitet, das bei der niedrigen Betriebstemperatur der eingesetzten Projektoren aber vollkommen ausreichend war", sagt Gräf.

Auch beim Thema Auflösung sprach die 4K-Fähigkeit für den Christie Boxer: "Wir haben mit dem Kunden drei Varianten besprochen: 2K, 2,5K und 4K. Um eine optimale Lesbarkeit aller Anzeigen und Meldungen in den virtuellen Cockpit-Displays zu gewährleisten, war aber in jedem Fall die volle 4K Auflösung nötig", so Gräf.

Nach den Fachbesuchertagen der IAA ziehen die Projektbeteiligten ein positives Fazit zur Installation: "Wir konnten nochmals ein deutliches Plus bei den Fachbesuchern an unserem Stand verbuchen, dies ist sicherlich auch auf die gelungene VR-Simulation zurückzuführen. So konnten wir das Thema HMI als wichtigen Baustein auf dem Weg zum automatisierten Fahren, ein Thema, dem sich unser Unternehmen schon seit vielen Jahren verschrieben hat, optimal visualisieren," erklärt Sebastian Fillenberg, External Communications, Interior Division bei der Continental Automotive GmbH.

 

Photos ©Continental, ©3Dims and ©Milano Medien GmbH

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